Tagebuch
Montag, 02. November 17:50
In den Nachrichten gab es einen Bericht über einen Vater in Oberösterreich, welcher nach dem Lesen eines Berichts in den sozialen Medien über Nähnadeln in den an Kinder verteilte Süßigkeiten beim Halloween-Rundgang die erhaltenen Gaben der eigenen Kinder untersuchte: Und fündig wurde. In ein paar Schokis fand er kleine, etwa einen Zentimeter große Nägel. Die Polizei ermittelt und versucht nun, die genaue Route der Kinder nachzuvollziehen.

Mein erster Gedanke: Diese Meldung hörte ich im Vorjahr auch schon. Der Zweite: Wie muss jemand gestrickt sein, der so etwas tut?
Aber dann gleich der dritte, erlösende Gedanke: Was für eine gute Entscheidung von mir, dass ich bei Halloween in keiner Weise mitmache. Auf keiner Seite.

Die große Frage ist ja doch in der heutigen Zeit: Sind jetzt alle (Geber), die bei diesem Fest mitmachen, automatisch verdächtig? In einem bestimmten Ort in Oberösterreich... schon! Dort wird dann die Polizei von Haus zu Haus gehen und ermitteln, wer sich sonderbar benimmt oder vielleicht so aussieht, als ob er (oder auch sie) keine Kinder mag. Na servusna servus


Ausdruck der gehobenen Indignation. Eine mögliche Steigerung der Empörung ergibt sich durch den Zusatz: »G'schäft«.
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Eigentlich hatte ich aber (bereits ziemlich am Anfang beim Hören der Geschichte) noch einen anderen Gedanken: Was, wenn dieser Vater in Oberösterreich einfach einen Coup landen wollte, damit er möglichst viele Klicks und Likes in den sozialen Medien bekommt? Ob von der Polizei aus auch in diese Richtung ermittelt wird? So lange keine anderen Väter in dem Dorf Dinge in den Schokis finden, die da nicht hingehören, liegt dieser Verdacht doch relativ gesehen näher, oder?


Sonntag, 01. November 17:10
Eigentlich empfinde ich es als ziemlich ungerecht, dass Morgen kein Feiertag ist...



Vollbart
(C) mArtin, im November 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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