X

»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

Falls Sie sich durch den Inhalt dieser Seite gestört, belästigt, verunglimpft oder in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt fühlen, dann entschuldige ich mich hiermit dafür und bitte Sie: nehmen Sie sich bitte die Zeit, mir eine kurze Nachricht zu schreiben, und ich werde mich in Ruhe mit Ihren Überlegungen und Gedanken beschäftigen - und gegebenen Falls geeignete Schritte unternehmen. Selbstverständlich bin ich nicht verantwortlich für die Inhalte fremder Seiten, welche durch die auf meiner Seite angebrachten Links aufrufbar sein können.

Bitte vergessen Sie bei einer Kontaktaufnahme nicht auf den jeweiligen Backlink (direkt unter dem Beitrag), oder zumindest auf das genaue Datum des für Sie störenden Absatzes.

Diese Webseite verwendet Google-Analytics.

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus und ein wenig Freude, Nachdenklichkeit,
oder auch Spaß beim Lesen wünscht

mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024, 2025, 2026




Tagebuch
Sonntag, 16. August 17:50

Samstag, 15. August 17:20
Buon Ferragosto!


Freitag, 14. August 18:40
In Wahrheit kommt es selten genug vor, dass auf Ö1 wirklich gute Musik gespielt wird. Das war allerdings heute der Fall. Es wurde da der 80. Geburtstag eines Musikers gefeiert, der (angeblich) das Slap-Spiel am Bass erfunden haben – und in den Funk getragen haben – soll: Larry Graham. Ich kannte ihn bisher nicht namentlich, da er allerdings eine Zeit lang Mitglied der Truppe »Sly & the Family Stone« war, kenne ich höchstwahrscheinlich seine Musikalität am Bass. Das Slappen am Bass soll er entdeckt haben, da bei einem Engagement in einer Bar die Orgel ausfiel, die für die tiefen Töne zuständig war. So kaufte er sich einen E-Bass, der allerdings zunächst zu leise und zu wenig perkussiv war. So entwickelte er das Slappen.

Ob die Story stimmt oder auch nicht, ist eigentlich egal. Seine Musik ist wirklich wert, gehört zu werden – speziell, wenn man, so wie ich auch, härteren Funk mag.
Bittesehr: Larry Graham mit der Graham Central Station mit dem Titel »Hair« (wenn möglich, laut hören...)


Donnerstag, 13. August 18:50
Nach der Enttäuschung von gestern habe ich kurzerhand die Sachen gepackt und bin ab zur Donau. Diesbezüglich das heutige Foto: Wie ein Fahrrad zum Sonnenschirm-Ständer wird.

Sowohl bei der Hin- als auch der Heimfahrt musste ich mehrere Stoßgebete abgeben, um nicht von einem Migranten-Moped angefahren zu werden. Es wird echt Zeit, dass diese ekelhaften Undinger von den Radwegen verschwinden. Und am besten gleich die Rennrad-Fahrer dazu...!

Hier die heutige Tour...

Mittwoch, 12. August 21:00
Das schaut mir wieder einmal ähnlich. Ich freue mich seit längerer Zeit auf die Sonnenfinsternis. Allerdings, ohne dabei an die passende Brille zu denken. Macht nichts, habe ich mir da wahrscheinlich gedacht, die nächste Sonnenfinsternis ist ja ohnehin schon im September 2081.

Das diesbezüglich angefertigte Foto.


Dienstag, 11. August 17:50
Ich glaube, ich habe hier bereits einmal von ihm geschrieben: vom asiatischen Staudenknöterich. Das ist eine invasive Pionier-Pflanze, die bei uns ihr Unwesen treibt. Mir ist er deshalb aufgefallen, da ein großer Teil des Staubeckens nach Auhof mit dieser etwa fünf Meter hohen Pflanze zugewachsen ist. Leider sieht dieser Knöterich recht gut aus, daher wird er von den meisten Menschen nicht als Gefahr wahrgenommen. In Wahrheit ist es aber so: Wo diese Pflanze wächst, gibt es keine einheimischen Pflanzen mehr, da der Strauch die Fähigkeit hat, alle anderen Pflanzen zu töten. Er wächst einfach extrem schnell, hat riesige Blätter und nimmt so allen anderen Pflanzen unter ihm das Licht weg – damit geben diese auf.

Entlang des Wienflusses sehe ich jetzt immer mehr Felder, kleine und größere, in denen dieser Pflanze Fuß fasst. Manchmal reiße ich die frischen Triebe aus, die aber binnen kürzester Zeit wieder da sind. Es ist nicht zu erkennen, dass irgend etwas gegen den Knöterich unternommen wird. Daher habe ich bei der Stadt Wien angerufen, was vom Magistrat gegen diese Invasion unternommen wird. Gestern habe ich folgende Antwort erhalten:

"Die MA 45 mäht die Flächen mit Staudenknöterichbeständen regelmäßig, wodurch deren Ausbreitungsgeschwindigkeit vermindert und besonders an von Gewässer nicht beeinflussten Standorten, stark geschwächt werden. Werden frühzeitig kleine Bestände entdeckt, können diese oft noch in Schach gehalten werden, daher ist die frühzeitige Kontrolle kleinerer Bestände oftmals erfolgversprechender als die Bekämpfung großer Monobestände, wenngleich diese oft als problematischer angesehen werden müssen. Leider kommen wir oft nicht hinterher mit dem Mähen, da sich der Staudenknöterich so schnell ausbreitet."

Ich übersetze: »No jo, schau ma mal...«


Montag, 10. August 18:10
Was mir immer wieder sehr gut gefällt, sind die missverstandenen Songtexte. An dieser Stelle habe ich ja immer wieder über den einen oder anderen Song geschrieben, in dessen Text ich etwas (manchmal auch absichtlich) falsch verstehe. Und tatsächlich soll das eine eigene Art von Obsession sein, dies zu tun – auf Englisch soll es einige Seiten im Netz geben, die sich den »missheard lyrics« widmen. Von einem Interview in einer Sendung auf Ö1 habe ich eine total nette Falsch-Hörung: Aber Achtung!! Wenn man davon einmal weiß, dann kann man den Song nie wieder normal hören – überlegen Sie also sehr gut, ob Sie sich dies wirklich antun wollen! Nun gut. Es geht um den Hit aus den 80ern »I got the Power« von Snap. Im Refrain hören Sie von nun an nur mehr »Agathe Bauer«. Zack. Aus.

Das betrifft übrigens nicht nur die Songs an sich. Auch die Namen der InterpretInnen bieten bei der Aussprache so manche Hürde. So wird zum Beispiel in praktisch allen Radiosendern stets die Band »Bitch Boys« angekündigt. In Wien also vielleicht die »Strizzi Kapelle«. Für das etwas weichere und mit mehr Melodie vorgetragene »Beach Boys« reicht es dann zumeist nicht mehr.


Sonntag, 09. August 17:40

Samstag, 08. August 17:50

Freitag, 07. August 18:10
Also man muss schon konstatieren: Er hat sich immerhin bereits für seine Meinung entschuldigt, unser Bundeskanzler. Seiner Meinung nach ist ja Kindererziehung keine Arbeit. In seiner Entschuldigung hat er allerdings sich dafür entschuldigt, dass er mit dieser Aussage eventuell Menschen verletzt haben könnte – die Aussage hält er im Grunde für richtig. Denn man wird dafür ja mit Liebe bezahlt, usw, usf...

Ich glaube, man darf sich über solche Aussagen nicht wundern und schon gar nicht aufregen. Christian Stocker ist – und darauf sollte man immer wieder hinweisen – ein Vertreter jener Partei, die sich in ihrer Eigendefinition als »Hure der Reichen« sieht. Sein Vorgänger hat sich ja auch schon darüber beklagt, dass wir dummen Menschen nicht erkennen wollen, dass ein BigMäc-Menü ur-billige Ernährung darstellt.

Insofern läuft alles wie geplant.


Donnerstag, 06. August 23:55
Ein Stromausfall in größeren Teilen von Wien, der etwa eine Stunde dauerte, zeigte mir heute den Vorteil der eigenen Stromerzeugung.

Davor war ich baden in der Donau, heute über den doch etwas kürzeren Radweg über den Gürtel – und heim durch die Innenstadt.

Hier die Strecke, hier das Foto zum Tag

Mittwoch, 05. August 17:30
Irgendwer hat sich über Danzer, Hirsch und Falco aufgeregt. Es ist eine Sängerin, die ich jetzt nicht unbedingt zu den österreichischen Stars zählen würde –  wobei meine Meinung da wirklich nicht zählt, da ich eigentlich gar keine aktuelle österreichische Sängerin kenne. Egal.

Es sei auf jeden Fall so, dass die angesprochenen Künstler Songs geschrieben und produziert hätten, »die Pädophilie zelebrieren« würden und nur ekelhaft sind. Die Sängerin, die dieser Meinung ist, habe ich inzwischen gegoogelt, sie heißt Rahel. Es geht übrigens eh um jene Songs, über die immer schon geredet wurde, man kennt die üblichen Diskussionen. Ich denke, dass diese junge Sängerin Aufmerksamkeit wollte – und bekommen hat. Punkt. Das 1032. Mal über »Jeanny« oder »Spuck den Schnuller aus« zu diskutieren macht nur müde. Wer Satire und/oder Zynismus nicht erkennt, soll sich ruhig aufregen.

Mir geht es also gar nicht um diesen Vorfall. Mir fällt nämlich auf, dass da mit zweierlei Maß gemessen wird. Gestern habe ich zufällig Volker Schlöndorffs Verfilmung von Max Frischs Werk »Homo Faber« gesehen – na, Ramba Zamba! Darüber diskutiert niemand? Nein, weil das ja echte Kunst ist. Und dort darf man das (Faber fritzelt seine Tocher). Man darf sich also nicht fragen, welchen Geistes Kind Frisch war oder vielleicht auch Schlöndorff ist...?


Dienstag, 04. August 17:40
Wann immer neue Musik auf meinem Radiosender vorgestellt wird, habe ich (doch relativ oft) ein ziemliches Déjà-vu. Ich meine dabei vor allem – im weitesten Sinne – Unterhaltungs- also Popmusik. Bei Ö1 muss ja die vorgestellte Popmusik extrem wertvoll sein, sonst hat sie keine Chance. Wertvoll bedeutet dabei: Es muss sich um schwierige, hoffentlich unverständliche, Texte handeln. Selten in Deutsch. Musikalisch darf der Titel nicht allzu viel bieten. Gutes musikalisches Handwerk würde ja bei Popmusik bedeuten, dass das sich auch verkauft – und das wäre sicherlich der echten Qualität abträglich. Und dann kommt auch schon die Stimme der/des InterpretIn. Die klingt immer so, wie alle Stimmen klingen. Aktuelle, junge KünstlerInnen singen alle gleich. Speziell die Frauen. Da eine (heimische) Stimme zu hören, die einen eigenen Klangcharakter hat, kommt so gut wie nie vor.

Eigentlich ist das seit den ganzen seltsamen Shows so, wo junge Stars entdeckt werden sollen. Auf einmal wollte jede Frau singen wie Mariah Carey. Die Vorbild-Stars ändern sich im Lauf der Zeit, aber das Prinzip bleibt gleich. Alles die vollkommen gleiche Suppe...


Montag, 03. August 19:00
Der heutige Tag ist optimal geeignet für die Babenberger-Tour mit ein bissi baden in der Donau. Gleich nach der Arbeit auf in den Wald – alle stärkeren Steigungen sind also im Schatten zu fahren, so geht sich alles gut aus. Ziemlich geschafft bin ich nach den 80 km dennoch und der Hunger nach diesem anstrengenden Tag ist wirklich enorm – Mahlzeit!

Hier die genaue Strecke.

Sonntag, 02. August 19:10
Oida, heastheast


Sehr schwer zu beschreiben.
Prinzipiell kommt »heast« von »hörst Du?«. Verwendet wird es aber kaum in diesem Sinne. Seine Bedeutung liegt viel eher in einem entsetzten Ausruf des Missfallens - dargebracht mit einem langgezogenen und unterschwelligen Ton der Enttäuschung. Der Satz »...na geh heast!« zeigt dabei die so ziemlich stärkste mögliche Form des Unbehagens.
!

Bei der heutigen Tagespartie begegnet mir im Wald wieder ein Typ, der – ganz cool, beim Gehen – seine TschickTschick


Zigarette.
Wie bei vielen Worten in der österreichischen Sprache sind hier Einzahl und Mehrzahl gleich. Vermutlich, weil wir für eine diesbezügliche Regelung ein bisserl zu faul sind. Oder auch weil »Tschicke« relativ deppat klingt.
raucht. Nein, es ist keine TschickTschick


Zigarette.
Wie bei vielen Worten in der österreichischen Sprache sind hier Einzahl und Mehrzahl gleich. Vermutlich, weil wir für eine diesbezügliche Regelung ein bisserl zu faul sind. Oder auch weil »Tschicke« relativ deppat klingt.
, eher ein relativ großer und verbauter Ofen. Ich mache ihn darauf aufmerksam, eh ganz freundlich. Der Typ ist aber – da machen sich Schubladen und Vorurteile wirklich bezahlt – vom Planeten »Tätowierter Prolo«. Er fragt mach meiner Bemerkung, ob ich denn deppatdeppat


Jemand, der nicht besonders intelligent zu sein scheint, wird mit diesem Attribut belegt. Vielleicht aber auch nur jemand, der eine nicht so besonders kluge Handlung vollzogen hat.

Man kann sich aber auch zu einem »Deppen« machen (lassen). Dann ist man ein »W«. Jede weitere Erklärung würde ab diesem Punkt einfach zu weit führen. Finden Sie sich daher damit ab.

Moment: noch was! Manchmal wird »deppat« sogar im Rahmen des Ausdrucks von ungläubigem Erstaunen verwendet - wie z.B.: »Heast, bist Du deppat!«
sei. Weil, ... das könne gar nicht sein, dass da im Wald Rauchverbot bestünde. Der darf aber (höchstwahrscheinlich) wählen gehen...

Irgendwie geht mich das ja auch nichts an, wenn jemand den Wienerwald abzufackeln gedenkt – dann aber doch wieder irgendwie.


Samstag, 01. August 18:30
Tatsächlich gab es das in meiner Kindheit und Jugend nicht, dass man sich im Sommer nach einem längeren Regen gesehnt hätte. Damals regnete es sowieso dauernd...




(C) mArtin, im August 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!