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Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen. Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott. Falls Sie sich durch den Inhalt dieser Seite gestört, belästigt, verunglimpft oder in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt fühlen, dann entschuldige ich mich hiermit dafür und bitte Sie: nehmen Sie sich bitte die Zeit, mir eine kurze Nachricht zu schreiben, und ich werde mich in Ruhe mit Ihren Überlegungen und Gedanken beschäftigen - und gegebenen Falls geeignete Schritte unternehmen. Selbstverständlich bin ich nicht verantwortlich für die Inhalte fremder Seiten, welche durch die auf meiner Seite angebrachten Links aufrufbar sein können. Bitte vergessen Sie bei einer Kontaktaufnahme nicht auf den jeweiligen Backlink (direkt unter dem Beitrag), oder zumindest auf das genaue Datum des für Sie störenden Absatzes. Diese Webseite verwendet Google-Analytics. Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus und ein wenig Freude, Nachdenklichkeit, oder auch Spaß beim Lesen wünscht ![]() mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024, 2025, 2026 |
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| Mittwoch, 08. Juli 18:10 | |
| Wir sitzen heute Vormittag beim Augenarzt, um die weiteren Schritte zu besprechen. Mutti hat den Grauen Star, eine Erkrankung, die durch einen oft durchgeführten Eingriff praktisch nahezu vollständig heilbar ist. So viel weiß ich. Der Arzt meint ungefähr folgendes: »Wenn Sie wollen, können wir den Eingriff nächste Woche – als Privatleistung – ansetzen, oder Sie wenden sich an das Hanusch Krankenhaus, dort bekommen Sie das als Kassenleistung, allerdings schlechter und erst in etwa einem halben Jahr...«. Darauf ich: »Ja, und wie viel kostet uns das?« Der Arzt: »6.000,- Euro.«. Mutti schaltet sich ein: »Nein, sicher net.«. Die Situation wandelt sich wie in einer schlechten Film-Komödie. Der Arzt wird, vorher noch sehr freundlich, im gleichen Moment extrem einsilbig, sagt nur noch: »Gut, auf Wiedersehen, sie bekommen die Überweisung am Schalter.« und weist uns zur Türe. Der Zusammenhang zwischen Geld und Habitus wurde mir noch nie so eklatant vorgeführt. Eigentlich sogar wirklich lustig. Beim Verlassen der lustigen Augenklinik ist Mutti ein wenig desperat – aber irgendwie ahne ich schon, dass das, was der Herr Professor (so wird er von seinen Angestellten genannt) so von sich gegeben hat, eher nicht die ganze Wahrheit war. Die Dame bei der Terminvergabe im Hanusch ist hörbar düpiert bezüglich meiner Frage, was der Unterschied zwischen einer privaten Behandlung und einer Kassen-OP in diesem Fall wäre. Und natürlich ist das nur all zu verständlich. Das Hanusch hat bei diesem Eingriff einen extrem guten Ruf – und der wird dort zu Hunderten durchgeführt. Es gibt schlichtweg keine Unterschiede bei der Qualität des Eingriffs. Ein Unterschied, der klar ist, wäre natürlich, dass es wirklich eine etwas längere Wartezeit gibt. Allerdings steht auf der Homepage vom Hanusch etwas von zehn Wochen. Ich möchte den Herrn Professor nicht schlecht reden. Wahrscheinlich ist der fachlich wirklich Top. Nur menschlich/moralisch gesehen gibt es bei ihm doch noch ein bissi Luft nach oben. Oder er hat sich beim Kauf seiner Jacht ein wenig übernommen... | |
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| Dienstag, 07. Juli 17:50 | |
| Beim Bezahlen der Rechnung für den Rauchfangkehrer beim Haus meiner Mutti ist mir ein Posten aufgefallen, der mich nachdenklich gemacht hat: »Prüfung der ausreichenden Verbrennungsluftzufuhr«. Dieser Posten macht immerhin knapp die Hälfte der Rechnung aus. Für einen Rauchfangkehrer, der seit Jahrzehnten im Haus eigentlich nichts mehr zu tun hat. Den man aber dennoch dafür bezahlen muss. Die Nachforschungen bezüglich dieser ominösen Abgabe gestalten sich nicht ganz einfach. Eh klar, wer andere über den Tisch ziehen möchte, muss das schon einigermaßen geschickt anstellen. Rein grundsätzlich ist diese Kontrolle nicht so unwichtig. Es geht darum, dass der Ofen genügend Zug entwickelt, um kein Kohlenmonoxid (CO) in den Raum abzusondern. Gerade im Sommer hört man immer wieder einmal von den CO-Unfällen mit Todesfolge, wenn sich die Menschen lauwarm duschen, weil es so heiß ist – und in der Wohnung gleichzeitig die Klimaanlage läuft. Dann, ja dann kann es durchaus passieren, dass CO anstatt in den Rauchfang eben in die Wohnung strömt. Im Haus meiner Mutti allerdings gibt es keine Warmwasseraufbereitung per Therme – das wird im E-Boiler erzeugt. Damit läuft die Heizung ausschließlich im Winter. Und die Therme bekommt jedes Jahr ein großes Service. Die Druckverhältnisse beim Rauchfang sind also so, dass er immer genügend zieht. Was auch schon einige Male so überprüft wurde. Warum muss das jedes Jahr erneut kontrolliert werden? Und dann werde ich doch noch fündig. Tatsächlich ist dies ein Posten, mit dem sich unsere Rauchfangkehrer ein bissi ein Zusatzgeld verdienen. Und sie stellen das so dar, als ob sie damit der Menschheit einen Dienst erweisen würden. Früher einmal, da war das Gesetz tatsächlich so formuliert, dass man dies jedes Jahr machen musste. Bis jemand (um 2016 herum) darauf gekommen ist, dass man das eigentlich nicht mehr kontrollieren muss, wenn sich an den baulichen Gegebenheiten und an der Therme nichts ändert. So steht das im Gesetz. Der Rauchfangkehrer hat die Situation vor Ort zu dokumentieren und nur dann eine Messung durchzuführen, wenn sich an der Situation etwas geändert hat! Aber wir kennen Österreich: »Oiso, so lang da niemand wirklich was sagt, mach ma das so, dass ma un a bissi a Kleingeld dazu verdienen. Ma gönnt sich ja sonst nix...!« | |
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| Montag, 06. Juli 18:50 | |
| Am vergangenen Samstag waren wir ja am Donauinselfest und haben da einer österreichischen Darbietung aus dem Programm beigewohnt. Und wie bereits erwähnt, habe ich gleich nach dem Heimkommen auf ORF III nachgesehen, was ich denn eventuell versäumt habe. Ich weiß es noch, beim letzten Konzert der Earth, Wind & Fire Experience waren wir live vor der Hauptbühne – und das Konzert war wirklich nicht das, was man sich von Earth, Wind & Fire erwarten würde. Die Musik des Masterminds Maurice White ist im Prinzip Disco. Und der ist ja, wie bekannt sein sollte, vom musikalischen Prinzip her, reinrassiger Funk. Das bedeutet weiter: Wenn da nicht alle Musiker ihr Handwerk in einer absolut meisterhaften Art und Weise beherrschen, dann ist das eben nicht Funk. Funk muss – so drückt man das im Fachjargon aus – als Brett daherkommen und Dir/Ihnen einen akkuraten, frischen Scheitel ziehen. Ist das nicht der Fall, ist es alles mögliche, nur eben nicht Funk. Dies gilt immer und überall. Punkt. Gleich die ersten 15 Sekunden der Aufzeichnung vom Auftritt dieser Kapelle lässt mich aufatmen: Es war gut, dass wir nicht dort waren. Würde man das, was es da zu hören gab, vom musikalischen Zweig der Gesamtschule Mistelbach zu Gehör bekommen, so könnte man durchaus konstatieren: »Jo, eh... – eigentlich recht ambitioniert...«. Ich nehme an, dass die Truppe gerne und immer wieder zum DIF kam und kommen wird, weil man sie in den USA, wo musikalische Handarbeit in der populären Musik einen ganz anderen Stellenwert hat, wie bei uns, einfach nicht spielen lässt. Mit Earth, Wind & Fire hat das kaum etwas zu tun. Es reicht aber vermutlich für Europa, wenn viele farbige Musiker auf der Bühne stehen, denn »dann muss es ja gut sein«. Ich denke, bei der Programmgestaltung vom DIF ist man inzwischen ausschließlich nur mehr darauf bedacht, möglichst billige (internationale) Acts zu verpflichten. Und man bekommt bei Musik halt oftmals nur das, was man bezahlt hat. Ja, die Songs von EWF sind wirklich extrem komplex und sicher schwer live zu spielen. Und dem nicht genug, sollen sie sich noch extrem einfach anhören. Wie übrigens auch bei den Beatles oder auch ABBA. Genau deshalb denke ich, sollte man als Musiker ein wenig ehrlich zu sich selber sein und darüber urteilen: »Geht sich das aus, oder eher nicht?« Sehr oft wäre das dann halt eher nicht. Übrigens ein Fakt am Rande: Maurice White wusste das offenbar auch. In den Videos zu seinen Klassikern sieht man praktisch keine Musiker. Das sind größtenteils Tänzer, die nicht einmal wissen, wie man das verliehene Instrument halten, geschweige denn bedienen soll. Die Musiker bei seinen Songs sind – bis auf Philip Bailey – alle relativ unbekannt. Ich nehme an, dass es sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil um Studiomusiker handelt, die er eben für nicht video-tauglich hielt. Dafür können sie spielen. Und wie...! | |
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| Sonntag, 05. Juli 19:10 | |
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| Samstag, 04. Juli 23:55 | |
| DIF, aber leider kein HPRC. Das Programm ist heuer eher nix für uns. Earth, Wind an Fire (Experience!) haben wir ausgelassen. | |
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| Freitag, 03. Juli 19:00 | |
| OK, wenn wir ganz ehrlich sind, so wäre es schon ein großes Wunder gewesen, hätten wir das gestrige Spiel gegen Spanien gewonnen. Dennoch finde ich, unsere Mannschaft hat sich gut geschlagen, die Spanier spielen einfach in einer anderen Liga. Aber die österreichische Mannschaft muss sich ob ihrer Leistung nicht verstecken. Was mir beim Spiel ziemlich stark aufgefallen ist: Die Leistung des Kommentators auf Servus.tv. Es wäre schön, gäbe es fortan keine Spiele der Nationalmannschaft (Männer und/oder Frauen) mehr auf diesem Sender. Von Anfang an hat dieser Typ extrem unsympathisch über die Mannschaft geredet. Dass unsere Spieler nicht so gut sind, wie die der spanischen Mannschaft, kann man sehen. Da braucht man kein lakonisches oder zynisches Kommentar à la: »Na so funktioniert das nicht« – und zwar über die gesamte Dauer des Spiels. Das ist wirklich sehr verzichtenswert. Insofern bin ich da ganz bei der Meinung einer großen Zahl deutschen TV-Zuseher: Der ORF bietet die Sportübertragungen mit den besten (und angenehmsten) Kommentatoren. | |
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| Donnerstag, 02. Juli 18:40 | |
| Mein liebes Auto hat heute ganz brav wieder einmal das Pickerl erhalten und ist somit endgültig ein Oldtimer. Ein paar Kleinigkeiten im Innenraum muss ich noch reparieren/basteln, dann ist es wieder zur Gänze einsatzbereit. Aber das soll heute nicht das Thema sein – wo die Nationalmannschaft der Fußball-Männer ab 21:00 Uhr gegen Spanien spielt. War das überhaupt schon einmal der Fall, dass wir die Chance haben, weiter wie die Deutschen zu kommen? Wobei ich da sicher nicht zu jenen gehören, die besonders spöttisch gegen unsere Nachbarn reden. Mir tun die wirklich leid. Mir ist allerdings aufgefallen, dass deren Trainer, Jürgen Nagelsmann, auf mich einen nicht unbedingt positiven Eindruck macht – ganz im Gegenteil zu unserem Ralf Rangnick. Da hatte ich immer schon das Gefühl, dass dieser wirklich eine integrative Persönlichkeit hat, jemand, der es versteht, aus Sportlern wirklich das Beste herauszuholen. Hoffentlich gelingt ihm das heute. Meine Daumen werden fest gehalten...! | |
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| Mittwoch, 01. Juli 18:50 |
| Irgendwann ab Herbst ist das neue Gesetz für die Radfahrer, wonach dann für E-Mopeds neue Gesetze gelten, in Kraft. Die Frage ist nur: Was wird sich dadurch wirklich ändern? Was ich damit meine: Die Gesellschaft hat sich geändert. Spätestens seit Corona ist die Zahl der Menschen, die auf Gesetze ganz allgemein scheißen, wesentlich größer geworden. So ist zum Beispiel das Blinken nicht mehr modern. Was zu unangenehmen Situationen führen kann, in welchen sich der Täter absolut keiner Schuld bewusst ist. Eine weitere, ziemlich gefährliche Sache sind die zahllosen E-Scooter-Fahrer. Heute ist mir auf einem Weg von etwa drei Meter breite ein E-Scooter-Fahrer mit Vollvisier-Helm begegnet, und das mit etwa 50-60 km/h. Es war reines Glück, dass wir in dieser Situation keinen Unfall hatten. Wie gesagt, es gibt bereits ein Gesetz, dass so ein E-Scooter ohne Zulassung in Österreich eine maximale Bauartgeschwindigkeit von 25 km/h haben darf. jede höhere Geschwindigkeit ist verboten. Wenn sich allerdings niemand daran hält, ist das Gesetz sinnlos. Insofern wünsche ich dem Fahrer, der mir heute begegnet ist, er möge mir nie wieder begegnen. Wie er das dann zustande bringt, ist mir wirklich egal. Sollte es letal ausgehen: wirklich furchtbare Sache. Aber andererseits: schon auch ein Segen für die Gesellschaft... |
